Standort: Schweinfurt

LotsInnen:

Zurzeit gibt es in Schweinfurt 15 aktive Lotsinnen und Lotsen im Alter von 14 bis 40 Jahren, die oder deren Eltern aus unterschiedlichen Ländern wie Russland, Kasachstan, Ukraine, Eritrea, Türkei, Philippinen oder Polen stammen.

Aktivitäten:

Zu den Angeboten der Lotsinnen und Lotsen zählen Nachhilfe, Patenschaften, individuelle Deutschförderung, Vermittlung bei Elterngesprächen in der Schule, Gitarrenunterricht und Begleitung als DolmetscherIn bei Arztbesuchen.

JuMiLo bei uns ist...

Spaß mit unseren Schützlingen und Spaß mit den TeamkollegInnen.

Jede(r) erfüllt seinen eigenen Part und übernimmt Verantwortung für seine Aktivitäten im Projekt. Doch wir finden uns auch immer wieder zusammen, um an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen, oder privat die Zeit miteinander zu verbringen. JuMiLo Schweinfurt verbindet gleichgesinnte Leute. Bei uns gibt es Ossis, Wessis und Südis. Nordis sind auch herzlich willkommen.

Unsere Highlights waren...

definitiv die Weiterbildungen, die wir gemeinsam oder auch einzeln besucht haben, so z.B. das erlebnispädagogische Seminar mit dem Thema „Kommunikation“ und „Teamführung“, die Outdoor-Challenge vom Stadtjugendring, an der zwei von uns drei Tage lang bei Wind und Regen, Tiefen und Höhen erleben durften und zu Fuß, mit dem Fahrrad, im Kanu oder nur durch ein Seil gehalten unterwegs waren. Außerdem nehmen wir regelmäßig als Gruppe an den interkulturellen Trainings der Jugendbildungsstätte Unterfranken teil und lassen uns dort nach und nach zum „Coach für interkulturelle Jugendarbeit“ ausbilden.

Sehr aufregend war für uns noch unser Bühnenauftritt auf dem Marktplatz. Da haben wir in Form von Sketch und Interview das Projekt und unserer Tätigkeiten vorgestellt. An unserem JuMiLo-Stand hat uns der neue Oberbürgermeister Sebastian Remelé besucht, mit dem wir ein kurzes Gespräch führen durften. Er war an unserem Projekt sehr interessiert und ermutigte uns weiter zu machen. Auf dem Maibaumfest war es auch ganz lustig. Dort haben einige von uns auf dem Catwalk das Sortiment unseres Kleiderladens „Klamöttchen“ präsentiert. Andere sorgten für den ungestörten und organisierten Ablauf der Modenschau oder waren für den Info-Stand oder den Flohmarkttisch zuständig.

Ein ganz, ganz großes Highlight war auch unser Ausflug in den Klettergarten, wo viele von uns fast an ihre Grenzen gestoßen sind und ganz schön viel Mut in die Hand nehmen mussten, um die Höhenangst zu überwinden. Andere haben dagegen eine neue Vorliebe für sich entdeckt und wollten nicht mehr von den Bäumen runter. Das Klettern hat allen sehr viel Spaß gemacht und das Adrenalin sorgte für viel Spannung und ein tolles gemeinsames Erlebnis. Besonders schön war es, dass wir als Team sehr gut zusammengehalten und uns gegenseitig unterstützt und geholfen haben.

Was uns an JuMiLo begeistert...

ist das Engagement, der Zusammenhalt, die Vielfältigkeit der Mitwirkenden und die Vielfalt der Einsatzbereiche und der uns gebotenen Möglichkeiten unsere Talente zu entdecken und zu zeigen. Es ist schön, unsere persönlichen Erfahrungen als MigrantInnen weitergeben zu können und dadurch anderen zu helfen. Durch die gemeinsamen Unternehmungen mit unseren „Schützlingen“ können wir sie besser kennenlernen und auf ihre Bedürfnisse eingehen. Wir sind froh, die Möglichkeit zu haben, außerhalb unseres Einsatzfeldes auch Weiterbildungen besuchen zu können.

Seit dem offiziellen Förderende des Projekts JuMiLo im Dezember 2011 haben wir unser Projekt zu „MiLo - MigrantLotsInnen“ umbenannt und sind nun für alle Interessierten offen – egal, ob jung oder alt, ob mit oder ohne Migrationshintergrund.


Kontakt: Erika Ketschik, erika.ketschik[at]paritaet-bayern.de

 

News
01.03.2012

Spots mit LotsInnen gegen Diskriminierung

Im Rahmen der JuMiLo Abschlussveranstaltung im November 2011 in Berlin konnte den teilnehmenden Lotsinnen und Lotsen ein Workshop der besonderen Art angeboten werden. Gemeinsam mit dem BMI und der...

Weiterlesen

Alle Meldungen